Leitbild

Das YoCo ist ein Haus, das offen ist für Jugendliche und ihre Interessen, Fragen, Träume und Bedürfnisse, ihre Werte und ihren Glauben. In unserer Arbeit gehen wir ein auf den/die Einzelne/n, den/die wir in seiner/ihrer Individualität wahrnehmen und bestärken wollen. Zugleich vernetzen wir Jugendliche und ermöglichen Gemeinschaft. Dialog- und Konfliktfähigkeit werden geübt und eine Kultur des Miteinanders gefördert.

Die Offenheit für die jeweiligen Interessen der Jugendlichen erfordert prozessorientiertes Arbeiten; je nach Nachfrage wird das Angebot flexibel gestaltet. Großer Wert wird dabei auch darauf gelegt, die Eigeninitiative der Jugendlichen zu fördern und sie zu ermutigen, eigene Ideen umzusetzen.

Offenheit und Flexibilität heißt für uns jedoch nicht, jedem Trend unkritisch zu folgen. Vielmehr sollen die Jugendlichen auch dazu angeregt werden, Zeiterscheinungen zu hinterfragen und manchmal auch gegen den Strom zu schwimmen. Wir wollen am Puls der Zeit sein und uns zugleich am Zeitgeist reiben, wo uns dies nötig erscheint. Wir wollen keinen Trends hinterherhecheln, sondern selbst zukunftsweisend sein.

Das YoCo ist ein Haus, in dem Jugendliche eingeladen werden, sich mit gesellschaftlichen Themen auseinanderzusetzen. Wir wollen sie für politische und soziale Zusammenhänge sensibilisieren und ermutigen, selbst Verantwortung für sich und andere zu übernehmen und sich zu engagieren. Wir wollen ihre Autonomie fördern und sie darin bestärken, wach, kritikfähig, mutig und widerständig zu sein.

Das YoCo ist ein Haus, in dem Jugendliche Raum und Bühne für ihr kreatives Potential finden; in dem sie experimentieren und sich ausprobieren können; in dem ihre Talente entdecken und weiterentwickeln können und in dem sie die Möglichkeit haben, sich und ihre Talente zu präsentieren und andere daran teilhaben zu lassen.

Das YoCo ist ein Haus, das offen ist für Jugendliche unterschiedlicher Ansichten, Weltanschauungen und Religionen. Zugleich ist es geprägt von einer eigenen christlichen Spiritualität – eine Spiritualität, in der Zweifel erlaubt und kritisches Hinterfragen gewollt ist, in der gemeinsames Fragen und Suchen wichtiger sind als das (autoritäre) Verkünden von Antworten. Für uns steht dies nicht im Widerspruch zu tiefer Gläubigkeit, sondern ist im Gegenteil Basis für einen Glauben, der nicht oberflächlich bleibt, sondern sich verwurzeln kann und im Leben fruchtbar wird.

Im YoCo wird die Verbindung von Alltag und Glauben groß geschrieben. Es wird versucht, die Botschaft Jesu ins Heute zu übertragen und in Verbindung zu bringen mit dem Leben von Jugendlichen heute. Dies geschieht auch mit neuen Formen und unkonventionellen Methoden der Verkündigung. Die enge Verbindung von alltäglichem Leben und Glaube zeigt sich auch und vor allem darin, dass christliche Werte wie Solidarität und Schöpfungsverantwortung im „Tagesgeschäft“ des Jugendzentrums eine wichtige Rolle spielen – durch Unterstützung des fairen Handels, einen möglichst umweltschonenden Konsum, durch Sozialaktionen etc. Für uns ist ein Glaube, der sich nicht im konkreten Tun zeigt, wertlos.

 

Das YoCo ist eine Einrichtung, deren Arbeit von Ehrenamtlichen mitgetragen wird. Wir werden unterstützt von engagierten Ehrenamtlichen im YoCo-Förderverein.